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Samstag, 4 September 2010

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1. BQC Lauf 2009 in Culitzsch Drucken E-Mail
Geschrieben von Quincy   
Montag, 27 April 2009

Endlich ist der Winter vorbei - Die Rennsaison ist gestartet!

Die lange dunkle, depressive Jahreszeit ist endlich vorbei und die Bavarian Quad Challenge hat am 18./19. April 2009 zum ersten Lauf des Jahres gerufen. Der Winter war lang und hart, da könnte man meinen die Vorbereitung wäre auch bei mir ausgiebig angekommen. Nein! So sehr habe ich mich nicht geändert. Natürlich wurde bei mir wieder mal alles kurz vor Schluss vorbereitet. Warum auch Stress? Karre läuft, Bremsen funktionieren und das bisschen McPersion verfeinern kann ich ja am Freitag morgen machen.

Ja, so war der Plan. Am Freitag morgen schnell die vorderen Stoßdämpfer wechseln, packen, beladen und ab Richtung Piste. Bei 380 KM könnte ich noch zum Abendbier da sein. FALSCH! Da ich doch mal die Bremsbeläge wechseln wollte, ist mir das kleine Missgeschick passiert. Naja, ist eine lange und aufgeschobene Sache, dass ich mich nicht um die Beweglichkeit der Bremskolben gekümmert habe. Auf alle Fälle habe ich den Kohlen zu weit heraus gepresst, dass die Leitungen Luft gezogen haben. Auch kein Problem, entlüften, alles zusammen schrauben und los. Wieder ein Denkfehler. Bei dem Wechseln der Stoßdämpfer habe ich ja meinen einzigen 1/4 Zoll Schlüssel geschrottet. Mittlerweile habe ich schon die Freitag Anreise mir aus dem Kopf geschlagen. Zum Werkzeughändler und mal wieder einen neuen Satz Zollschlüssel kaufen. Immer der Amischeiß. Dennoch habe ich gereizt alles gepackt und bin nach Hause gefahren. Entlüften kann ich ja vor Ort. Ich fahre einfach um fünf Uhr los, dann bin ich um neun bis zehn vor Ort. Ich wäre ja auch pünktlich aufgestanden, wenn es nicht so saumäßig geregnet hätte. Um 12 Uhr high noon war ich dann endlich im sächsischen Culitzsch. Was war dort? Regen. In einer kurzen Regenpause habe ich mein Nachtquartier aufgebaut und Klaus mit leeren Benzinkanistern versorgt. Der Held hatte zuhause seine Can Am vollgetankt und vergessen den Tankdeckel auf zuschrauben. Dann hat es ca 2 Tage in seinen Tank geregnet. Es ist schon der Hohn das teuere Zeug einfach mit Wasser zu strecken. Ich habe meine Bremsen entlüftet und mich schon auf das Training vorbereitet. Aber es kam wie es kommen musste. -Regen, Regen, Regen-

Die Strecke war schon tief wie eine Schlammcatcharena. Da mir meine Kühlerprobleme bewusst sind, beschloss ich, mir ein Bier zu Gemüte zu führen und den anderen bei der Schlammschlacht zu zu schauen. Danach jubelten wir noch Kathy zu, die als Newcommer in der Side by Side Szene das Feld von hinten spektakulär aufräumte und Richtung Platz eins war als sich der Riemen der Polaris RZR S auflöste. Immerhin gab es noch einen dankbaren 3. Platz.

Dann kam das übliche: Bier, Bärwurz und Blutwurz. Irgendwann wurde auch ich müde oder vielleicht auch vernünftig? Auf alle Fälle habe ich mein Zelt gesucht. Ja, gesucht und gesucht und gesucht. Hat schon eine weile gedauert. Klaus hat mich dann um sieben aus meinen tiefsten Träumen mit einem Cappuchino geweckt. Dann wurde es auch schon ziemlich hektisch. Fertig machen zum Start. Als letzter bin ich dann doch noch zur Einführungsrunde gekommen. Der erste Kontakt zur Strecke. Fast alle haben gestern sich schon mal auf der Strecke versucht.

Startaufstellung, das Adrenalin steigt. Die grüne Flagge fällt, ich drücke den Starter und das Gashörnchen bis zum Anschlag. ein Hammerstart. Sofort Platz eins. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass irgendwas nicht richtig ist. Wie kann es sein, dass ich mit meiner technisch veralteten Scrambler alle davon fahre? Nach der dritten Kurve merke ich, dass Klaus sich zum überholen bereit macht. Ich merke, das doch alles OK ist und lasse ihn passieren. Ein paar hundert Meter weiter lasse ich den zweiten passieren, denn ich weip auch, dass ein Widerstand auch hier nur zwecklos wäre. Später habe ich schon wieder einen am Heck hängen. Da ich ihn nicht erkenne wehre ich mich ein paar Runder der 2.5 Km langen Strecke. Doch irgendwann muss ich auch die Grizzly vorbei lassen. Als dann eine Renegade hinter mir erscheint und ich sicher bin, es ist nicht Klaus, denke ich jetzt ist mal Schluss mit überholen. Doch der Verfolger ist so bissig und klebt über eine Stunde an meinem Heck. Öfters denke ich daran den Verfolgungskampf aufzugeben um Kräfte zu sparen. Meine Kondition lässt nach und ich denke mir, der muss doch auch mal schwächer werden. JAAAAAAAA; Er fährt in die Boxengasse und ich habe einen satten Vorsprung auf den nächsten. Wie viel weisß ich zwar nicht, aber ich kann niemanden sehen. Immer wieder springen und mit meinem nicht gerade bequemen Polarisfahrwerk landen. Das tut nicht nur mir weh sondern auch dem Fahrzeug. Drei Runden vor Schluss reißt die obere Aufhängung meines hinteren Stoßdämpfers ab, die Feder bohrt sich durch die Verkleidung und drückt die Sitzbank an eine empfindliche Stelle des männlichen Körpers. So ein Mist, es lief alles so gut und nun das. ich nehme etwas Speed weg und fahre das Rennen zu Ende ohne, dass mich noch ein Konkurrent überholen konnte. Endlich im Ziel angekommen sehe ich das ganze Ausmaß des Schadens. Der obere Teil des Stoßdämpfers ist quasi gebrochen, die Verkleidung in viele Stücke zerrissen und die Sitzbank sieht aus wie ein Kamelhöcker. Mein Gesäß schmerzt aber egal, ich bin durchgefahren, da sich noch alle vier Räder gedreht haben. Stolz gehe ich in mein Camp und erhole mich. Immer wieder überkommt mich aber der Schock, wie demoliert mein Fahrzeug aussieht.

 Und es hat Spass gemacht. 

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 28 April 2009 )
 
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