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Lange wurde gemunkelt, nun ist es offiziell: Mit der "Libya Rally Raid" (LRR) wird die deutschsprachige und internationale Rallyszene eine neue Marathonrally in Libyen bekommen. Das Besondere: Erstmals wird eine deutsch-organisierte Rally komplett "neu designt" und verspricht eine "Organisation auf höchstem Niveau".
Um die Veranstaltung auf eine gute Basis zu setzen, wurde das Unternehmen "Libya Rally Raid Ltd." gegründet, drei Investoren statteten die neue Firma mit einem sechsstelligen Kapital aus. "Wir wollen eine hochkarätige und sportlich sowie landschaftlich anspruchsvolle Rally ins Leben rufen, keine Eintagsfliege, sondern ein langfristig angesetztes, sportliches Event" so einer der Investoren. "Natürlich wollen wir mit der LRR auch Geld verdienen, daher haben wir das Start-Engagement auf 3 Jahre festgelegt. Im ersten Jahr startet die Rally, im zweiten Jahr soll sie sich von selbst tragen, im dritten Jahr wollen wir Gewinne erzielen."
In aufwändiger Vorarbeit wurden Ideen und Anregungen zusammengetragen, Rallyspezialisten und Teilnehmer aus der Auto-, Motorrad-, Quad- und Lkw-Szene befragt. Das Ergebnis: Eine zweiwöchige Veranstaltung zu fairen Konditionen, die bereits in Tunesien startet, um so eine langwierige Anreise nach Libyen zu vermeiden.
Als Kopf des Unternehmens konnte kein Geringerer als der langjährige Rally- und Offroad-Reiseprofi Wolfgang Pasetti gewonnen werden. Pasetti machte sich sowohl in der FIA- wie auch Amateurrally-Szene einen Namen, fuhr zusammen mit dem heutigen X-Raid Chef Sven Quandt Veranstaltungen wie die "Australian Safari" oder "UAE Desert Challenge", begleitete Expeditionen (z.B. durch Asien) und gewann deutsche Amateurrallys wie die El Chott.
"Ich wollte eigentlich nie selbst eine Rally veranstalten" berichtet Pasetti gegenüber marathonrally.com, "aber man hat mich dazu überredet. Ich bin selbst nicht mehr der Jüngste, freue mich aber, so meine Erfahrungen weitergeben zu können. In meinem Alter will man keine Experimente mehr machen. Als ich hörte, das ein vernünftiges Budget und freie Hand bei der Organisation gewährt werden, habe ich zugesagt. So können wir eines garantieren: Die Libya Rally Raid wird eine professionelle Veranstaltung - von der ersten Ausgabe an."
Pasetti selbst sieht sich nicht als "der Chef": "Wir haben die grossartige Chance, eine Rally mit festem Budget neu zu designen. Wir haben uns umgeschaut und beobachtet, was läuft bei anderen Veranstaltungen schlecht, was gut. Daraus ziehen wir unsere Lehren und haben ein Team zusammengestellt, das nun intensiv an der Veranstaltung arbeitet. Es ist nicht meine Rally, es ist die Rally eines sehr interessanten, erfahrenen und engagierten Teams."
Als lokaler Organisator konnte die libysche Organisation "Aania" gewonnen werden, die bereits bei der ersten und zweiten LDC-Rally eine perfekte Dienstleistung bot. "Aania" übernimmt sämtliche lokalen Angelegenheiten wie Genehmigungen, Visa, etc. und unterstützt die Organisation bei der Ausarbeitung der Strecken.
Die Rennleitung übernimmt Marco Bölling und greift bei der Renn-Organisation auf ein von Wolfgang Pasetti zusammengestelltes Team zurück, das bereits bei der 2. Libya Desert Challenge einen sehr guten Job ablieferte. Die Zeitnahme wird ebenfalls unter Leitung von Marco Bölling nach einem bewährten und international eingesetzten System organisiert.
Für das Catering konnte Outdoor-Caterer Pit Frey gewonnen werden, der die Rally mit einem speziellen Catering-8x8 MAN begleitet. Den Rallyservice übernimmt das Unternehmen "Daktec" unter Leitung von Matthias Krüger, dessen Team auch den Service auf der "Grand Erg" und "Erg Oriental" beisteuert.
Als Bergeservice fungiert Matthias Bähren, langjähriger Camion Balai auf der "El Chott" und ab diesem Jahr auch auf der "Erg Oriental", die medizinische Betreuung wird von den "Promedic"-Notärzten übernommen, die u.A. ebenfalls Veranstaltungen wie die "Erg Oriental" und "El Chott" begleiten. Erstmals auf einer deutsch-organisierten Amateurrally ist auch eine mobile Physiotherapie dabei: Das Physio-Mobil-Team "Kellberger" bietet allabendlich Massagen in den Camps an.
Hochkarätig ist auch die Pressebegleitung der Libya Rally Raid, gleich mehrere internationale Top-Journalisten konnten für die Rally gewonnen werden. Aus Italien stammt Journalist Paolo Pauletta, der mehrere italienische Magazine bedient, aus Ungarn Rita Konya, die für ungarische, tschechische, slovakische und russische Magazine berichtet. Aus Frankreich stammt die "Grande Dame" Judith Tomaselli - ihr Wort hat im französischsprachigen Raum Gewicht. Als deutsche Medienpartner begleitet ein Team von marathonrally.com die Veranstaltung und berichtet direkt und täglich aus Libyen, im Print-Bereich konnte die Zeitschrift "Off-Road" als Partner gewonnen werden und wird ebenfalls ausführlich über die LRR berichten.
Ein Manko vieler bisheriger Amateurrallys war der Versicherungsschutz, der oftmals gar nicht oder nur in Teilen bestand. "Unter professionell verstehen wir auch einen seriösen und garantierten Versicherungsschutz" erklärt Pasetti. "Wir haben uns an FIA-Veranstaltungen orientiert und bieten eine komplette Motorsport-Absicherung, wie sie auch die FIA oder der DMSB verlangt."
Eine spezielle Veranstaltungsversicherung bietet zudem eine weitere Besonderheit für die Teilnehmer: "Sollte die Rally aus irgendeinem Grund nicht stattfinden, erhalten alle Teilnehmer ihre gezahlten Startgelder komplett zurück. Diese Versicherung deckt sogar aussergewöhnliche Vorfälle, wie z.B. ein terroristisches Attentat ab" ergänzt Pasetti. Ein finanzielles Debakel wie bei der diesjährigen LDC soll somit bereits im Keim verhindert werden.
In wenigen Wochen startet ein Team auf eine erste Vortour nach Tunesien und Libyen, um gemeinsam mit der libyschen Organisation "Aania" die Strecken auszusuchen. Die Strecken selbst sollen verschiedenen Ansprüchen gerecht werden - High-Speed, Dünen, Sand, lang und kurz. "Dabei werden wir die schönsten Gebiete Libyens wie das Akakus-Gebirge, die gigantischen Dünen im Murzuq sowie die Mandara-Seen passieren" so Pasetti.
Die Startpreise der neuen Libya Rally Raid trotz des Umfangs günstig gehalten:
- Motorrad/Quad (inkl. 1 Person): 2.700 Euro
- Auto (inkl. 2 Personen): 3.900 Euro
- Truck (inkl. 2 Personen, bis 6 Meter Länge): 4.700 Euro
- Servicefahrzeug und Personal auf Anfrage
Diese Konditionen beinhalten:
- Motorsport-Versicherung nach FIA-Standard
- Unfallversicherung für Rallyteilnehmer
- 3 Medical-Service Teams *
- Technischer Service im Camp **
- Fähre Genua-Tunis und zurück (Autos und Personen)
- 1 Hotelübernachtung
- Catering und Wasser während der Rally
- Visa, Grenzformalitäten, Carnét de Passage, Libysche Kfz-Versicherung
- Bergeservice bis zum nächsten Camp
- Roadbooks (Rallyteilnehmer)
- Reiseführer (Touristische Begleitung)
- Organisation/Rennleitung/Ausführung
* = Abrechnung von Behandlungen / Rücktransport mit Krankenversicherung des Teilnehmers
** = Leihwerkzeuge / Reparaturen zu günstigen Konditionen
- Auf Wunsch kann ein Iridium-Satellitentelefon für 100 Euro gemietet werden (Einheiten zahlt der Mieter)
Nennungen sind ab sofort möglich. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der offiziellen Webseite des Veranstalters [ http://www.libya-rally-raid.org ] und auf einem Flyer, den Sie
- Flyer
- Nennungsformular
downloaden können.
Artikel: mit freundlicher Genehmigung von marathonrally.com/hs
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