Quad-Fun trImage Quad-Fun trImage
Quad-Fun
Quad-Fun blImageQuad-Fun trImage
Home arrow Berichte von Events arrow Nachbericht Ramsey Croatia Trophy 2006
Samstag, 31 Juli 2010

Anmelden






Passwort vergessen?
Noch kein Benutzerkonto?
Hier erstellen
Hinzufügen: Mr. Wong Hinzufügen: Webnews Hinzufügen: Icio Hinzufügen: Oneview Hinzufügen: Yigg Hinzufügen: Linkarena Hinzufügen: Digg Hinzufügen: Del.icoi.us Hinzufügen: Reddit Hinzufügen: Simpy Hinzufügen: StumbleUpon Hinzufügen: Slashdot Hinzufügen: Netscape Hinzufügen: Furl Hinzufügen: Yahoo Hinzufügen: Blogmarks Hinzufügen: Diigo Hinzufügen: Folkd Hinzufügen: Spurl Hinzufügen: Google Hinzufügen: Blinklist
Nachbericht Ramsey Croatia Trophy 2006 Drucken E-Mail
Berichte - Berichte über Veranstaltungen
Geschrieben von Quincy   
Donnerstag, 1 Juni 2006

Croatia Trophy 2006 ATV im SchlammWie jedes Jahr startete am letzten Donnerstag im April die härteste Trophy Europas, die Ramsey Croatia Trophy wieder. Die ATV Klasse ist zwar schon seid zwei Jahren in einer eigenen Wertung vertreten, doch dieses Jahr kamen für die ATVs einige neue Überraschungen hinzu.

 

Nachdem ich und meine Teamkameraden dieses Jahr selbst nicht starten konnten, habe ich mir vorgenommen das faszinierende Spektakel wenigstens von der Strecke anzuschauen. Aus meiner Sicht war dieses Jahr bedauerlicherweise kein deutsches Team am Start. Dafür gab es aber neue Gesichter, die sich der Herausforderung stellen wollten. Jedes ATV Team besteht aus zwei Croatia Trophy 2006 ungarisches Quad in der Wasser WieseFahrzeugen, die als Voraussetzung an jedem Fahrzeug eine Seilwinde haben müssen. Beide Fahrzeuge müssen die Strecke bewältigen. Hierzu ist vielleicht noch zu bemerken, dass alleine dies auch nicht möglich wäre. Der Sieger des Vorjahres aus Polen waren dieses Jahr auch wieder gemeldet. Allerdings haben sich die beiden Fahrer getrennt und Pawel Ratynski startete mit Wojciech Slawinski (beide auf Suzuki Kingquad) während Jacek Bujanskimit Wronowski Krzysztof (beide auf Kawasaki KVF600) im Team starteten. Neu am Start waren die Eidgenossen aus der Schweiz, Kurt Stahli und Kurt Riehs auf jeweils Arctic Cat. Vorab muss ich anmerken, das Schweizer gar nicht so langsam sind wie es meist parodiert wird. Auch aus Ungarn war ein neues Team bereit sich den Herausforderungen zu stellen. Tamac Kovacs reiste mit der Yamaha Grizzly und Arpad Kovacs mit Croatia Trophy2006 Hard Cor Schlammder Suzuki LTZ an. Das Kovacs Team überaschte einmal durch den Heckantrieb der Suzuki sowie durch die eigenartige Selbstkonstruktion von einer Miniwinde. Der Fahre dieses Vehikels aber konnte schnell mit seine Künsten überzeugen, dass er jeglichem Gelände gewachsen ist. Zwei weitere Gesichter aus Polen , die der Trophyszene bekannt sind, waren auch angereist. Dieses Jahr hatten sie Ihre ATVs, nachdem sie einen Motor letztes Jahr mit einem Baumstamm durchbohrt hatten, zuhause gelassen. Dafür sind sie mit einem Yamaha Rhino angereist, welches sie erst seid kurzem als ihr eigen nennen können. So neu, das zwar einige Modifikationen bereits gemacht wurden, aber richtige harte Testfahrten noch nicht absolviert wurden. Wer aber die polnischen ATV-Jungs kennt war sich sicher, dass die das Ding schon durch das Gelände prügeln werden. Im Camp wurde es allerdings von den High-Tech Geländewagenfahrern und den Moster-V8 Chauffeuren nicht nur belächelt sondern meist sogar belacht, welches die Rhinobändiger ganz gelassen lies. Denn der besonnene Teilnehmer weis: Erst nach 7 Tagen und einer Nacht ist die Trophy zuende. Die meisten Teilnehmer reisten am Donnerstag in das normalerweise superschöne Stratcamp am Partisanendenkmal in Vojnic an. Nicht so schön war es dieses mal weil Petrus eine auserordentlichen Strich durch die Rechnung gemacht hatte. Tagelanger Regen ließ die Wiesen tief durchnässt zum Campen fast unmöflich machen. Deshalb versuchte Jeder eine Platz auf den betonierten Stellen zu bekommen. Auch die Temperaturen machten sich in der ersten Nacht schon bemerkbar. Zwei Grad Celsius, Sturm und Dauerregen waren wir von den letzten Jahren nicht gewohnt. Der Beginn der Veranstaltung besteht am Donnerstag aus der technischen Fahrzeugabnahme, dem unerlässlichen Anbringen der Sponsorenaufkleber und dem ersten gemeinsamen Essen beim vorzüglichen Catering mit anschliessender Fahrerbriefing. Da der Tag somit viel Freizeit bietet schlendert jeder ducrch das Camp mit den insgesamt 30 Teams und beschnuppert sich oder „spioniert“ an den anderen Fahrzeugen. Der Abend endet wie immer mit einem fröhlichen Campdasein oder mit letzten Reparaturen oder Modifikationen. Das einzige was fehlt? Lagerfeuer! Die einzigen, die es geschafft haben in einer alten Öltonne ein Feuer zu zaubern waren die Israelischen Geländewagenteams, bei denen sich viele tummelten um sich zumindest kurzfristig aufzuwärmen. Die meisten Teilnehmer, die die Trophy in einem Zelt campen werden neidisch, wenn sie den Kollegen in dem wohltemperierten Wohnmobil eine gute Nacht wünschen.
Croatia Trophy 2006 Regen im WaldEs hilft nichts…. wir sind harte Jungs…. da müssen wir durch…. Hört man hier und da. Nach der unangenehmen Nacht geht morgens um 07:00 das Campleben wieder los. Hier und da werden die V8 Motoren getestet oder noch irgendwas gebastelt. Bei klirrender Kälte geht es wieder zum Catering LKW und ein jeder stärkt sich zum Frühstück. Um 10:00 Uhr hat sich jedes Team zum Showstart an der Schule in Vojnic einzufinden um sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Bei strömendem Regen nehmen alle auf dem Pausenhof der Schule Position ein. Die Bevölkerung des kleine kroatischen Dorfes schleicht um die Autos und bewundern dieselben, während die Fahrer sich in der Schule von zahlreichen Kindern feiern lassen. Aus dem funkeln der Kinderaugen kann man lesen, dass aus sie gerne einmal ein Offroadfreak werden wollen. Nach der Vorstellung durch den Bürgermeister wird der Showstart vor der Schule ausgeführt. Habe ich erwähnt, dass es immer noch regnet? Der Starter kündigt jedes Team mit dem Megaphon an und winkt sie ab. Damit die Sache auch Interessant wird, hat man vor der Schule ein künstliches Hindernis aus Baumstämmen aufgebaut, welches in einer Schrägfahrt überquert werden muss. Normalerweise ist das kein Problem, sieht aber spektakulär aus. Wäre da nicht der mittlerweile so nervende Regen. Das Rhino ist das erste Fahrzeug, das über das Hindernis geschickt wird. Durch die nasse Rinde rutscht es sogleich ab und bleibt mit dem Unterboden längs auf den Baumstämmen sitzen. Energisch schaukeln und Croatia Trophy 2006 Rhino - Golf Cartreisen die zwei Piloten an dem „Golfkart“ bis sie es schaffen zu befreien. Wieder belächeln die Fahrer der Geländewägen der größeren Gattung das Rhino. Aber erst mal besser machen! Der erste Geländewagen kommt gerade so über da Hindernis. Der zweite verkeilt sich aber dermaßen, dass die Showrampe zerbricht und von dem Start geräumt werden muss. Somit hat sich dieses Hindernis für die ATVs erspart. Nun ging es in gemühtlichem Tempo in die 6 KM entfernte Sandkuhle zum Prolog. Zum Prolog gab es einen Massenstart, bei dem die Geländewagen und die ATVs gemeinsam auf der einen Seite des Hanges starteten , das Wasserdurchdrängte Tal durchqueren und auf dem entgegengesetzte ca. 1 KM erntfernten Hügel am Checkpoint wenden. Dieser Rundkurs musste zweimal absolviert werden. Die besondere Schwierigkeit hier drinnen bestand die etwa 10 Meter steile Böschung vor und nach dem Tal zu überwinden. Da dies nicht an jeder Stelle möglich war, tat das Gedränge und der schmierige Untergrund seinen Rest hinzu. Die große Überraschung im Ziel war der Erfolg der ATVs. Sie hatten sämtliche Geländewagen hinter sich gelassen, da die Steilhänge mit dem ATV befahrbar waren, während sich die Boliden mit Erdankern quälten. Zurück im Camp wurden die ersten Reparaturen vollrichtet und in einem kurzen Gespräch mit den Neulingen konnte ich erfahren, dass ihnen nun bewusst war auf was sie sich eingelassen haben. Aber das Rennen geht ja erst noch los. Samstag Morgen – der erste Renntag. Nur 30 Kilometer Distanz standen auf dem Tagesplan. Einige schelmten schon herum, sie wollen bis zum Mittagessen wieder im Camp sein. Diese kurze Distanz muss aber erst einmal bei dem Schlamm und den Schmierseifeähnlichen Pisten bewältigt werden. Spätestens am Start schlug der Puls der ATV Fahrer einiges höher. Die beiden Kurts aus der Schweiz waren überrascht, dass der Start auf einer Teerstrasse statt fand. Erst recht waren sie überrascht, als sie die Startrichtung korrigieren mussten und nicht der Strasse entlang sondern quer in eine, mit Hecken zugewachsene Böschung, loszufahren hatten. Es ging also kreuz und quer durch den Wald für die nächsten 3 Kilometer. Danach kamen für ein paar hundert Meter die Erholung – Feldweg. Aber mitten auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke deutete Croatia Trophy 2006 mit dem ATV am Steilhangdas Roadbook an, das derselbe zu verlassen ist. Beinahe Senkrecht ging es wieder vom Weg ab und vier Kilometer sind einem Bachlauf zu folgen. Diese ist bespickt mit querliegenden Baumstämmen und zahlreichen tiefen Schlammlöchern. Am Ende dieses Bachlaufes Stand im Roadbook das so geliebte kroatische Wörtchen Blato, was soviel wie Schlamm bedeutet. Aber wo ist der denn? Die Wiese vor den Fahrern sah so grün, friedlich und idyllisch aus. Sobald aber das erste Fahrzeug das Grün durchqueren wollte, entpuppte sich dieses eher als ein fieses Wasserdelta. Ein Vorwärtskommen ist nur mit kontinuierlichem Speed möglich. Einmal stehen bleiben würde die Sache sehr schwierig gestalten um wieder Fahrt aufnehmen zu können. Am Ende dieser Schlammschlacht traf ich das ungarische Team mit einem kleineren technischem Defekt knietief im Schlamm stecken. Das paradoxe an der Sache war, dass der kleine supereuphorische Kovacs mit seiner heckgetriebenen Suzuki weiter durch den Schlamm auf mich zu fuhr und vor Freude nur „Hungary Hungary“ schrie. Farblich hat sich mittlerweile kein Fahrzeug und kein Fahrer mehr unterschieden. Alle waren braun in braun unterwegs. Dies sollte wohl einer der anstrengenden Tage sein. Hundert Meter bergab winchen und gegenüber wieder hundert Meter bergauf. In einem der tiefen Timberjackwege hängt das Rhino fest und zieht sich mit der Winde raus , da sich zwei Reifen von der Felge gelöst haben. Da die beiden Piloten keinen Wagenheber zur Hand hatten ziehen sie ihre Yamaha mit der Winde am Baum hoch um den Schaden zu beheben. Nach einer Stunde Reparatur ging es dann auch weiter. Aber auch Kurt & Kurt aus der Schweiz hatten Ihre Probleme. Nachdem am Hinterrad der Achsstern gebrochen war mussten sie auf einem Fahrzeug die Strecke verlassen um ins Camp zu fahren und das defekte Teil zu schweisen. Nach ca 6 Stunden Fahrzeit endeckten die Teilnehmer, dass sie am Zielhang sind. Ein Waldweg, dessen Steigung nichts besonderes war, wäre da nicht der schmierige Untergrund gewesen. Unzählige Male mussten die Seilwinden Ihren Dienst tun, bist die letzten 500 Meter absolviert waren. Bei Nebel, Regen, Kälte und in nassen Kleidern war jeder froh als er im Ziel ankam. Die gleiche Kraftraubende Zeremonie wiederholte sich eigentlich Tag für Tag. Navigieren, Schlammdurchfahrten und vor allem unendlich scheinende Winchhänge. Bei 80 bis Hundert Metern muss das kleine Elektroakregat einiges leisten.

 

Damit sich ein jeder ein Bild von der Trophy machen kann, hier noch mal die Fakten, Regeln und Gesetzmäßigkeiten der Trophy: Gefahren wir nach Roadbook, welche Kilometrierung und Streckenführung angibt. Die Strecke besteht hauptsächlich aus Piste, Timberjackwegen, Schlammpassagen aber auch aus steilen Beragauf- und abfahrten. Passagen bei denen man keine Wegführung erkennen kann z.B. Quer durch den Wald, sind durch Markierungen an den Bäumen zu durchqueren. Durchaus kann auch hier und da eine bis zu 1 Meter tiefe Wasserdurchquerung je nach Witterung auf dem Weg liegen. Die Streckenentfernung beträgt pro Tag zwischen 25 und 90 Kilometer wo die schnellsten in ca 4 Stunden, andere in 9 Stunden und manche auch erst in der Nacht mit dem Lumpensammler ins Camp kommen. Auf der Strecke gibt es eine nicht vorher bekannte Anzahl von Checkpoints, die angekündigt oder unangekündigt sind. GPS ist generell verboten. Mobiltelefone dürfen auch nur bei Notfällen eingesetzt werden. Vorraussetzung für die Teilnahme ist ein Team von zwei ATVs mit Allradantrieb und Seilwinde. ATVs dürfen keine Hilfen von Geländewägen oder Serviceteams auf der Strecke in Anspruch nehmen. Konkurierende Teams dürfen sich untereinander helfen.
Croatia Trophy 2006 ATV im SchlammTechnische Abnahme ist in der Regel am letzten Donnerstag im April. Am Freitag findet der Prolog zur Startreihenfolgeermittlung statt. Die Zeiten hiervon zählen nicht in das Klassement. Bis zum folgenden Freitag ist an jedem Tag eine Etappe von 30 bis 90 Kilometer zu bewältigen wobei an einem Tag der sogenannte Trophy-Day stattfindet.an diesem Tag müssen 4 Teams zusammen verschiedene Aufgaben bewätigen. Wer sonnst gegen einander Kämpft muss nun zusammen Arbeiten. Am letzten Tag findet außer der üblichen Etappe noch eine Nachtetappe statt, welche um 24:00 Uhr gestartet wird und bis in den frühem Morgen andauert. Gedanke der Trophy ist, eine vorgegebene Strecke in möglichst kürzester Zeit zu bewältigen aber auch den Teamgeist zu fördern und anderen unter Umständen zu helfen

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 24 Dezember 2006 )
 
< zurück   weiter >
Quad-Fun trImage Quad-Fun trImage
Quad-Fun blImageQuad-Fun trImage